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Adult Prohierodula picta mantis from Lovely Insects, showcasing vibrant colors and intricate body details.

Prohierodula picta

€25,00
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Größe

Die schönen Tiere dieser Art wurden von Clara Schindler fotografiert

Allgemeine Informationen

Die Prohierodula picta stammt ursprünglich aus den tropischen Regionen in Kamerun (Afrika). Durch ihre beeindruckende Färbung innerhalb der Flügel und ihr lebhaftes Verhalten zählt sie zu den beliebtesten Arten unter Haltern von Mantiden. Die Tiere vertragen viele Haltungsfehler, was sie zu einer super Mantide für Anfänger macht. Um Haltungsfehler zu vermeiden findest du alles wichtige hier. Ich halte die Tiere bei etwa 25°C und 80% relative Luftfeuchtigkeit

Gruppenhaltung

Eine Gruppenhaltung von Prohierodula picta ist kaum dauerhaft möglich, da diese Art, wie viele andere Gottesanbeterinnen, zu Kannibalismus neigt.
Bis etwa zur Larvenstufe L3/L4 können die Tiere mit einem durchgehenden Futterangebot in einer Gruppe gehalten werden. Dabei ist es wichtig, stets ausreichend Futtertiere bereitzustellen, um Beißereien zu minimieren.
Trotz aller Vorsicht lässt sich Kannibalismus jedoch nie vollständig ausschließen.
Ab der L3/L4 Häutung empfiehlt es sich daher, die Tiere einzeln zu halten, um Verletzungen oder Verluste zu vermeiden und eine optimale Entwicklung zu gewährleisten.

Paarung

Die Paarung von Prohierodula picta gilt als relativ anspruchsvoll. Das liegt unter anderem am Verhalten der Weibchen, die kurz nach der Adulthäutung häufig sehr aggressiv gegenüber den Männchen reagieren.
Es empfiehlt sich daher, mit der Verpaarung etwa vier Wochen nach der Adulthäutung des Weibchens zu warten. Zu diesem Zeitpunkt ist das Tier um einiges Ruhiger und paarungsbereiter.

Die Männchen hingegen zeigen ein eher ängstliches und vorsichtiges Verhalten. Selbst mehrere Wochen nach ihrer Adulthäutung. Oft beobachten sie das Weibchen lange, ohne einen Versuch zu starten, oder sie rennen davon, sobald sich das Weibchen bewegt. Unabhängig davon, ob es friedlich oder aggressiv ist.
In der Regel wartet man bei den Männchen zwei bis drei Wochen nach der Adulthäutung, bevor man sie zur Paarung einsetzt.

Vor dem Zusammensetzen sollten beide Tiere gut gefüttert werden. Besonders das Weibchen sollte ein deutlich erkennbar rundes Abdomen haben. Anschließend wird das Männchen vorsichtig hinter das Weibchen gesetzt, damit es dieses zunächst beobachten kann. Wenn das Männchen bereit ist, springt es auf das Weibchen auf und verbindet seine Abdomen mit dem des Weibchens.

Die eigentliche Kopulation findet in der Regel innerhalb der ersten Stunde statt und dauert etwa drei Stunden an. Nach erfolgreicher Paarung springt das Männchen meist selbstständig ab und entfernt sich vom Weibchen.

Alles über die Ootheken

Die Ootheken von Prohierodula picta sind etwa vier bis fünf Zentimeter groß und haben eine runde bis leicht ovale Form. Die Weibchen legen sie bevorzugt an flachen Stellen ab, zum Beispiel an der Unterseite von Blättern oder an glatten Wänden. Die Ootheken besitzen einen leichten Schaumschutz, der die darin enthaltenen Eier vor äußeren Einflüssen schützt. In den ersten Tagen nach der Ablage bewacht das Weibchen die Ootheke aufmerksam, verlässt sie jedoch nach einiger Zeit und lässt sie schließlich unbewacht zurück. Aus kleineren Ootheken schlüpfen in der Regel etwa zwanzig bis dreißig Jungtiere, während aus größeren Exemplaren teilweise über sechzig bis siebzig Nymphen hervorgehen können. Für eine erfolgreiche Entwicklung benötigen die Ootheken eine hohe Luftfeuchtigkeit von rund achtzig Prozent oder mehr. Gleichzeitig ist eine gute Belüftung sehr wichtig, um Schimmelbildung zu verhindern und ein gesundes Schlupfklima zu gewährleisten.

Verhalten

Die Tiere zeigen ein recht aggressives Verhalten und sind trotz ihrer vorwiegend nachtaktiven Lebensweise auch tagsüber häufig aktiv. Sie bewegen sich gerne umher und reagieren auf Störungen mit einer deutlichen Drohhaltung: Dabei stellen sie ihre Flügel auf und heben die Fangbeine, um sich größer und gefährlicher zu machen. In dieser Haltung kommen die leuchtend roten Farben auf der Unterseite der Flügel besonders schön zur Geltung. Wie bei den meisten Gottesanbeterinnen sind die jüngeren Stadien deutlich aktiver als ältere Tiere. Weitere auffällige oder außergewöhnliche Verhaltensweisen konnten bislang nicht beobachtet werden.

Der Unterschied zwischen Männchen und Weibchen

Wie bei allen anderen Mantidenarten lassen sich auch bei Prohierodula picta die Geschlechter anhand der Abdomensegmente unterscheiden. Die Weibchen besitzen sechs, die Männchen acht deutlich sichtbare Segmente. Der Größenunterschied zwischen den Geschlechtern ist zwar nicht sehr groß, jedoch lässt sich im adulten Stadium gut erkennen, dass die Männchen deutlich schmaler gebaut sind. Ihre Flügel reichen meist über das Ende des Abdomens hinaus, während dies bei den Weibchen nicht der Fall ist. Diese sind insgesamt breiter und wirken robuster in ihrer Körperform. Weitere auffällige geschlechtsspezifische Unterschiede konnte ich bei dieser Art bislang nicht feststellen.

Anfälligkeiten 

Eine hohe Luftfeuchtigkeit ist bei den Prohierodula picta sehr wichtig. Außer eine zu niedrige Luftfeuchtigkeit, sind mir keine besonderen Anfälligkeiten aufgefallen.  

 

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