

Die schönen Tiere dieser Art wurden von Lovro Ćurić (@entomolovro auf Instagram) geschossen.
Allgemeine Beschreibung
Die Lirometopum coronatum wird auch Pitbull Heuschrecke genannt. Dieser Name kommt daher, dass ihr Kopf sehr groß, breit und kräftig gebaut ist, ähnlich wie bei einem Pitbull. Außerdem besitzt sie zwei große Mandibeln, mit denen sie nicht nur die menschliche Haut durchdringen kann, sondern auch Insekten in kleine Teile zerlegt, selbst wenn diese dabei noch am Leben sind und versuchen zu entkommen.
Sie frisst grundsätzlich alle lebenden Insekten. Dabei fängt sie ihre Beute mit den Vorderbeinen und frisst sie, ähnlich wie Mantiden, lebendig. Gift besitzt sie nicht. Zusätzlich frisst sie auch Obst und Früchte wie Apfel oder Banane. Teilweise knabbert sie ebenfalls Pflanzen an, zum Beispiel Efeutute. Diese sollten jedoch nicht als eigentliche Futterquelle genutzt werden.
Ihr Tarsus ist zudem besser ausgeprägt als der von Mantiden.
Haltung der Lirometopum coronatum
Ich halte die Lirometopum coronatum ähnlich wie die Hymenopus coronatus. Dabei achte ich besonders auf eine gute Belüftung in Form einer Doppelbelüftung. Als Bodengrund verwende ich Erde, da sie die Feuchtigkeit gut speichert und außerdem zur Eiablage genutzt wird (dazu weiter unten mehr).
Die Luftfeuchtigkeit liegt bei mir bei etwa 70–80 %, und die Temperatur beträgt ungefähr 23 °C bis 29 °C. Ich nutze viele Pflanzen mit großen Blättern, da sich die Lirometopum coronatum bevorzugt unter diesen Blättern versteckt.
Gruppenhaltung der Lirometopum coronatum
Ich halte die Tiere durchgehend in Gruppen. Dabei achte ich darauf, dass sehr viele Versteckmöglichkeiten vorhanden sind. Außerdem sollte jederzeit ausreichend Futter angeboten werden. Das bedeutet, dass immer etwas Obst oder Früchte zur Verfügung stehen sollten und zusätzlich Futterinsekten wie zum Beispiel Fliegen, Wüstenheuschrecken oder Grillen.
Eine große Behausung ist ebenfalls sehr wichtig. Für drei bis vier adulte Tiere eignet sich beispielsweise ein Becken mit den Maßen etwa 30 × 30 × 30 cm.
Paarung der Lirometopum coronatum
Die Männchen locken die Weibchen nachts mit einem Zirpen an. Dieses ist jedoch recht selten zu hören und außerdem sehr leise, wodurch es für uns Halter nicht störend wirkt. Die Paarung erfolgt, indem sich die Abdomen der Tiere miteinander verbinden. Dabei hängen sie, anders als bei den meisten Mantiden, nicht übereinander, sondern hintereinander.


Alles über die Eier
Mit ihrem etwa 3 cm langen Legestachel legen die Weibchen ihre Eier ungefähr 2 bis 3 cm tief in die Erde ab. Sie können mit dem Legestachel nicht uns Menschen oder andere Tiere stechen. Die Jungtiere können problemlos aus dem Ei schlüpfen und sich anschließend durch die Erde bis an die Oberfläche arbeiten. Ich konnte beobachten, dass die Eiablage bevorzugt an Kanten der Erde erfolgt, zum Beispiel an den Rändern der Box oder neben einem tiefer liegenden Stein.
Die Eier können vorsichtig entnommen und in einer separaten Box inkubiert werden. Dort werden sie einfach auf die Erde gelegt und müssen nicht erneut eingegraben werden. Dies ist jedoch nicht zwingend notwendig. Wichtig ist in jedem Fall, dass die Eier in einer gut belüfteten Behausung liegen. Zusätzlich sollten Springschwänze eingesetzt werden, um Schimmelbildung zu vermeiden, da dieser den Eiern schaden kann. Die Eier benötigen etwa 2 bis 3 Monate, bis die Jungtiere schlüpfen. Aus einem Ei schlüpft ein Tier.
Verhalten
Sie sind anderen Tieren gegenüber sehr aggressiv. Untereinander verhalten sie sich jedoch ruhig und entspannt, solange ausreichend Futter zur Verfügung steht. Ich konnte kaum bis gar keine „Sticheleien“ oder aggressives Verhalten innerhalb der Gruppe beobachten. Ich würde die Tiere nicht unbedingt auf die Hand nehmen, da es gut sein kann, dass sie in unsere Haut beißen. Auch, wenn wir ganz ruhig mit ihnen umgegangen sind.
Der Unterschied zwischen Männchen und Weibchen
Die Weibchen verfügen über einen Legestachel am Ende des Abdomens, der bereits ab etwa L4/L5 gut zu erkennen ist. Die Männchen besitzen keinen Legestachel.