Besonders auffällig sind ihre intensiv roten Seiten, über denen sich ein leuchtendes Gelb absetzt. Zusätzlich verläuft entlang der Oberseite eine Reihe gelber Flecken, die so dicht beieinander liegen, dass sie wie ein durchgehender gelber Strich von vorne bis hinten erscheinen, während der restliche Körper in mattem Schwarz gehalten ist. Die charakteristische Färbung entwickelt sich kurz vor der mittleren Größe und wird von ganz klein bis hin zum adulten Tier zunehmend kräftiger. Besonders charmant sind die weißen Spitzen der Antennen, die häufig wie ein kleiner Schnurrbart wirken und den Tieren ein lustiges und einzigartiges Aussehen verleihen.
Besonderheiten der Haltung
Die Ardentiella sp. „red diablo“ gehört zusammen mit der Ardentiella sp. „quadcolor“ und der Ardentiella sp. „yellow arrow“ zu den mittelschwer zu haltenden Ardentiella Arten. Sie verzeiht zwar einige Haltungsfehler, reagiert jedoch empfindlich auf zu trockene Bedingungen, und auch der Boden sollte nicht zu lange matschig sein, während ausreichend Futtermaterial stets vorhanden sein sollte. Kurzzeitig wird eine etwas geringere Belüftung vergleichsweise gut toleriert, was für Ardentiella-Arten eher ungewöhnlich ist, dennoch sollte dies vermieden werden, da sie das nicht lange aushalten.
Ich halte sie wie alle Ardentiella Arten bei Temperaturen zwischen etwa 20°C und 26°C, wobei auch kurzfristig höhere oder niedrigere Temperaturen sehr gut toleriert werden. Die Luftfeuchtigkeit liegt idealerweise zwischen etwa 75% und 90%. Beim Futter sind sie äußerst unkompliziert und nehmen nahezu alles an. Bei mir bekommen sie unter anderem Karotte und Zucchini, Proteinfutter wie Fischfutter, Sepia sowie verschiedenste natürliche Materialien. Dadurch ist die Ardentiella sp "red diablo" nicht nur robust, sondern auch besonders pflegeleicht und vielseitig in der Haltung.
Das Verhalten
Die Ardentiella sp "red diablo" läuft wie eigentlich alle Ardentiella Arten sehr viel und ausgesprochen gerne umher. Dabei sind sie jedoch mit die inaktivsten ihrer Gattung. Sie klettern häufig und suchen gezielt erhöhte Punkte im Terrarium auf. Sie können dabei erstaunlich schnell werden, besonders nach dem Sprühen, wenn sie oft hektisch durcheinanderlaufen und deutlich an Aktivität zulegen. Auch tagsüber sind sie recht regelmäßig im Terrarium unterwegs. Wird es einmal etwas trockener, halten sich die Tiere bevorzugt im feuchteren Bereich oder im Moos auf. Sobald sichtbar weniger Tiere unterwegs sind, weil sie sich vermehrt in diese feuchten Rückzugsorte zurückziehen, empfiehlt es sich, die Behausung leicht zu besprühen, um wieder optimale Bedingungen zu schaffen.
Wenn die Tiere etwas entspannter sind, halten sie sich bevorzugt im Laub auf und sind sehr häufig im Moos zu finden, wo sie sich ruhig bewegen oder kurz zurückziehen. Gleichzeitig sind die Ardentiella sp "red diablo" ständig damit beschäftigt, den Bodengrund (außer der nicht so lockere Boden des Substrates) zu durchwühlen, Laub und Holz zu zersetzen und nach Futter zu suchen. Auf diese Weise tragen sie aktiv zur Sauberkeit und zum biologischen Gleichgewicht im Terrarium bei und erfüllen neben ihrer lebhaften Art auch eine wichtige nützliche Funktion. Vor allem die Jungtiere in den ersten 1-3 Häutungen befinden sich oft unter der Laubschicht.
Die Vermehrung
Die Ardentiella sp "red diablo" vermehrt sich gut und zugleich recht schnell. Die Ausfallquote ist dabei sehr gering, die Tiere wachsen zügig heran und beginnen früh mit der Fortpflanzung. Von Jungtier bis zum adulten Tier vergehen etwa 5 bis 7 Monate. Schon in etwa der mittleren Größe fange sie an Jungtiere zu legen. Wobei die Würfe bei den größeren Tieren größer ausfallen.
Je nach Wurf kommen etwa 20 bis über 35 Jungtiere zur Welt. Bereits als Jungtiere sind sie erstaunlich robust und unempfindlich. Einen bevorzugten Ort zur Ablage der Jungtiere konnte ich bislang nicht beobachten. Die Jungtiere halten sich jedoch überwiegend im und auf dem Bodenbereich auf. Trotzdem kommt es immer wieder vor, dass man einzelne Tiere in erstaunlicher Höhe klettern sieht, was die Aktivität und Neugier dieser Art zusätzlich unterstreicht.