Armadillidium Haltung:
Armadillidium Arten gehören zu den mittelgroßen Assel-Arten in der Terraristik. Sie sind robust, aktiv und vermehren sich bei guten Bedingungen schnell. Daher sind sie auch für Einsteiger sehr gut geeignet. Im Vergleich zu tropischen Arten wie Cubaris Arten, mögen sie es etwas trockener. Jedoch nicht so trocken, wie Porcellio Arten. Sie stammen aus gemäßigten Gebieten wie zum Beispiel Deutschland, Polen, Osterreich. Einige Arten kommen aber auch aus mediterranen Gebieten wie zum Beispiel Spanien, Italien, Türkei.
Das Zuhause: : Ein gut belüftetes Terrarium oder eine Kunststoffbox reichen für die Haltung völlig aus. Die kleinen Krabbler, die ursprünglich von den Meereskrebstieren abstammen fühlen sich bei Zimmertemperatur (20°C – 27°C) wohl und benötigen keine zusätzliche Heizung. Eine gute Belüftung ist ein muss! Als Bodengrund eignet sich ein Waldbodenhumus gemischt aus Erde, Laub, Stöcke/Totholz, weißfaules Holz und Moos. Eine Schicht Laub sollte immer auf dem Boden liegen, da die Asseln es als Nahrung und Versteck nutzen. Ein Stück Rinde oder Kork ist auch super, um zusätzliche Versteckmöglichkeiten anzubieten. Außerdem bringen sie unter besagten Versteckmöglichkeiten oft ihre Jungen zur Welt.
Luftfeuchtigkeit, Belüftung und Temperatur : Armadillidium Arten bevorzugen ein gemäßigtes Klima, brauchen einen feuchten Bereich, um Häutungen durchzuführen und Feuchtigkeit aufzunehmen. Ein Trockener Bereich sollte auch vorhanden sein. Daher sollte man nur einen Teil des Substrats regelmäßig leicht besprühen, während der Rest trocken bleibt. Der feuchte Bereich sollte mit feuchtem Moos bedeckt sein. Eine gute Belüftung, ist wie schon erwähnt wichtig, um Schimmel und Staunässe zu vermeiden. Die Luftfeuchtigkeit sollte etwa bei 65% - 75% liegen. Die Temperatur bei etwa 20°C - 27°C.
Fütterung: Armadillidium Arten fressen Protein lastige Nahrung wie zum Beispiel (Gammarus/Fischfutter) gerne. Sepia ist generell essenziell und sollte bei jeder Assel Art dauerhaft angeboten werden. Laub und Moos, die auch Bestandteile der Einrichtung sind werden ebenfalls sehr gerne verspeist. Gemüse und anderes Feuchtfutter fressen sie sehr gerne. Dementsprechend sollte regelmäßig mit zum Beispiel Gemüse (Zucchini, Karotte nutze ich) gefüttert werden. Futterüberreste sollten wie bei allen Gattungen entfernt werden, wenn sie nicht schnell genug gefressen werden. Dadurch vermeidet man Schimmel und Milben Befall.
Vermehrung: Armadillidium Arten legen mittelmäßig viele Jungtiere auf einmal. Dafür aber recht häufig. Die Entwicklung von Schlupf bis adult dauert je nach Temperatur etwa 5-9 Monate.
Verhalten: Armadillidium Arten halten sich hauptsächlich zwischen der unteren und der oberen Laubschicht ihrer Box auf. Sie graben bedingt bis kaum. Auch tagsüber sieht man sie immer wieder herum krabbeln. Bei der Fütterung von Proteine, so habe ich die Erfahrung gemacht, sehe ich immer am meisten von ihnen. Sie klettern bedingt. Einrollen wie zum Beispiel Cubaris Arten, können sie ohne Probleme. Aus diesem Grund werden sie auch oft Rollassel genannt.